1. Fachtagung: Betreuung von Schutzgebieten

Wir blicken auf eine erfolgreiche erste Fachtagung zum Thema Schutzgebietsbetreuung zurück. Gemeinsam haben wir uns in verschiedenen Formaten wie Vorträgen, Workshops und Diskussionen weitergebildet. Es bestand zudem die Möglichkeit, sich mit unseren Landesfachauschüssen zu vernetzen. Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Engagement und freuen uns bereits auf die zweite Fachtagung am 25. Mai.
Im FFH-Gebiet „Leitsakgraben“ tragen Teilnehmende das Mahdgut von der gemähten Wiese – Foto: Laura Klein
Im FFH-Gebiet „Leitsakgraben“ tragen Teilnehmende das Mahdgut von der gemähten Wiese – Foto: Laura Klein

Schutzgebiete, wie z. B. FFH-Gebiete, sind Rückzugsräume für wertvolle Arten und Lebensräume. Auf unserer Fachtagung am Samstag, 27. April 2024, beleuchteten wir mit Dir die unterschiedlichen Aspekte der Betreuung von Schutzgebieten. Welche Landschaftspflege fördert Orchideenarten wie das Breitblättrige Knabenkraut? Wer hilft mir bei Eingriffen im Schutzgebiet? Was sind die wichtigen Aspekte beim FFH-Recht? Wie plane ich eine gute Exkursion? Auf diese und viele andere Fragen fanden wir in der Tagung mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Naturschützer*innen gemeinsam Antworten. Sei dabei!

Der NABU lud alle ganz herzlich zur Veranstaltung ein.

1. Fachtagung: Schutzgebietsbetreuung – Wege zu erfolgreichen Maßnahmen
Samstag, 27. April 2024, von 10 bis 17:30 Uhr
Haus der Natur (Lindenstraße 34, 14467 Potsdam)


Teilnehmende bei einer Exkursion zu umgesetzten Maßnahmen im FFH-Gebiet "Wiesengrund"- Foto: NABU/Julia Teubner
Teilnehmende bei einer Exkursion zu umgesetzten Maßnahmen im FFH-Gebiet “Wiesengrund”- Foto: Julia Teubner

Programm

09:30 Uhr: Ankommen und Anmeldung
10:00 Uhr: Begrüßung, Björn Ellner, NABU Brandenburg
10:15 Uhr: Vortrag „Was bedeutet Schutzgebietsbetreuung? – Erfahrung aus der Praxis“, Manfred Lütkepohl, NABU Brandenburg
10:45 Uhr: Vortrag „Natura 2000 – das weltweit größte Schutzgebietsnetz“, Christoph Molkenbuhr, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg
11:15 Uhr: Einführung in Thementische
11:20 Uhr: Kaffeepause
11:35 Uhr: Thementische: Expert*innen bzw. Vertreter*innen von Landesfachausschüssen (LFA) des NABU Brandenburg (Botanik, Vögel, Säugetiere, Amphibien und Reptilien, Insekten, Fische, Landschaftspflege) stellen ihre Arbeit und Mitmachmöglichkeiten vor. Teilnehmende starten an einem Thementisch ihrer Wahl und rotieren dann alle 10 Minuten an einen anderen Tisch.
12:35 Uhr: Vorstellung der drei Workshops am Nachmittag
12:45 Uhr: Mittagspause
13:45 Uhr: Drei parallel stattfindende Workshops
(Impulsvortrag zu Beginn, danach interaktive Arbeit in Kleingruppen)
1. Workshop: Rechtliche Aspekte der Schutzgebietsbetreuung, Björn Ellner, NABU Brandenburg
2. Workshop: Durchführung von Exkursionen, Nico Brunkow, Naturwacht im Naturpark Schlaubetal
3. Workshop: Finanzierung von Maßnahmen, Christiane Schröder, NABU Brandenburg
16:15 Uhr: Kaffeepause
16:45 Uhr: Podiumsdiskussion mit Referent*innen aus den Workshops: Vorstellung der Ergebnisse aus den Workshops und Diskussion der folgenden Fragen: Wie können wir unsere Schutzgebiete besser erhalten? Welche Rolle kann Schutzgebietsbetreuung dabei spielen?
17:30 Uhr: Ende der Veranstaltung

Mit Hilfe eines speziellen Mikrofons lassen sich Fledermausrufe im Gebiet verorten - Foto: Laura Klein
Mit Hilfe eines speziellen Mikrofons lassen sich Fledermausrufe im FFH-Gebiet „Börnicke“ verorten – Foto: Laura Klein

Veranstaltungsrückblick

Wir hatten das Vergnügen, eine hervorragend besuchte Fachtagung mit nahezu 60 Teilnehmern auszurichten. Der gelungene Auftakt wurde durch zwei inspirierende Vorträge von Manfred Lütkepohl (NABU Brandenburg) und Christoph Molkenbuhr (MLUK) gesetzt, die lebhafte Diskussionen entfachten. Ein besonderes Highlight war das Worldcafé mit unseren Landesfachauschüssen, das sich als das Herzstück der Veranstaltung herausstellte. An sieben Thementischen bot sich den Teilnehmenden die einmalige Chance, direkt Fragen an die Expertinnen und Experten der verschiedenen Fachbereiche zu stellen und wertvolle Kontakte zu knüpfen sowie Wissen auszutauschen.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause vertieften wir unsere Kenntnisse in drei fachspezifischen Workshops. Im Recht-Workshop demonstrierte Björn Ellner anhand eines praktischen Beispiels, wie man mit der NSG-Verordnung und dem FFH-Managementplan bei Eingriffen vorgeht. Christiane Schröder führte im Finanz-Workshop vor, wie auch Ehrenamtliche eine Finanzierung effektiv aufbauen können. Im Exkursions-Workshop schließlich, geleitet von Nico Brunkow, hatten die Teilnehmenden viel Freude beim Gestalten zweier fiktiver Exkursionen.

Den Abschluss bildete eine lebhafte Podiumsdiskussion mit den Workshopleitern, in der wir diskutierten, was nötig ist, um mehr Maßnahmen in Schutzgebiete zu integrieren, wie ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte effektiv zusammenarbeiten können, welche Rolle die verschiedenen Verbände und Behörden spielen und welche Herausforderungen sowie Chancen uns in der nahen Zukunft erwarten.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die teilgenommen haben und diese Veranstaltung zu einem so bereichernden Erlebnis gemacht haben. Wir freuen uns darauf, Dich bei der nächsten Fachtagung wiederzusehen.

NABU Osthavelland pflegt Trockenrasen im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ - Foto: Laura Klein
NABU-Aktive pflegen Trockenrasen im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ – Foto: Laura Klein
Udo Rothe vom Naturkundemuseum Potsdam beim Fisch-Monitoring im FFH-Gebiet „Wiesengrund“ – Foto: Laura Klein

Natura 2000

Natura 2000 ist das weltweit größte Netz aus Schutzgebieten und es besteht aus FFH-Gebieten und Vogelschutzgebieten. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind, d. h. sie schützen Tiere (Fauna), Pflanzen (Flora) und Lebensräume (Habitat). Durch einheitliche Standards schützt Natura 2000 natürliche Lebensräume und wildlebende Arten europaweit. Natura 2000 in Brandenburg macht rund 26 Prozent der Landesfläche aus.


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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: