Bio­toppfle­ge in den Lange-Damm-Wiesen

Du möchtest wertvolle Trockenrasenarten erhalten? Dann unterstütze uns bei der Biotoppflege im FFH-Gebiet „Herrensee, Lange-Damm-Wiesen und Barnimhänge“! Der NABU Strausberg – Märkische Schweiz und der Botanische Verein von Berlin und Brandenburg landen alle herzlich zu dem gemeinsamen Pflegeeinsatz am 20. November 2021 ins Schutzgebiet ein.
Exkursion im Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet „Herrensee, Lange-Damm-Wiesen und Barnimhänge“ – Foto: Sarah Diering
Exkur­si­on im Natur­schutz­ge­biet und FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“ – Foto: Sarah Diering

Kli­cke hier, wenn Du mehr über das FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge erfah­ren möchtest. 


Pfle­ge­maß­nah­men für Trockenrasen

Hilf uns Arten wie Auf­rech­ter Ziest, Step­pen-Liesch­gras und Kar­täu­ser-Nel­ke zu erhal­ten. Unter­stützt uns bei dem Pfle­ge­ein­satz im Natur­schutz­ge­biet und FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“. Der NABU Regio­nal­ver­band Straus­berg-Mär­ki­sche Schweiz, der NABU Bran­den­burg und der Bota­ni­sche Ver­ein von Ber­lin und Bran­den­burg lan­den alle herz­lich zur Ver­an­stal­tung ein!

Pfle­ge­ein­satz im FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“
Sams­tag, 20. Novem­ber 2021, von 10:15 Uhr bis ca. 13 Uhr
Treff­punkt: Torf­haus am Chaus­see­haus um 10:15 Uhr
(sie­he Kar­te unten)

Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet „Herrensee, Lange-Damm-Wiesen und Barnimhänge“ – Foto: Laura Klein
Natur­schutz­ge­biet und FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“ – Foto: Lau­ra Klein
Ablauf der Veranstaltung

Gemein­sam mit Gerd Haa­se vom NABU Straus­berg-Mär­ki­sche Schweiz und dem Bota­ni­schen Ver­ein von Ber­lin und Bran­den­burg wer­den wir vom Treff­punkt ins Schutz­ge­biet Lan­ge-Damm-Wie­sen zu der Tro­cken­ra­sen­flä­che wan­dern, die gepflegt wer­den soll. Bit­te tra­ge dem Wet­ter ent­spre­chend ange­pass­te Arbeits­klei­dung und fes­tes Schuh­werk. Wir emp­feh­len allen, sich selbst Arbeits­hand­schu­he mit­zu­brin­gen. Falls mög­lich, brin­ge ger­ne auch eige­ne Gerä­te wie Har­ken, Mist­ga­beln und For­ken mit. Der Arbeits­ein­satz besteht haupt­säch­lich dar­in, Mahdgut, wel­ches z. T. auch Rosen­ge­wäch­se wie Schleh­dorn und Brom­bee­re ent­hält, für den Abtrans­port von der Flä­che zusam­men­zu­har­ken. Wir bit­ten alle, die aktu­ell gel­ten­den Coro­na-Rege­lun­gen einzuhalten.

Wir freu­en uns über Dei­ne Unter­stüt­zung und vie­le hel­fen­de Hände!

Anmel­dung

Wir bit­ten alle Inter­es­sier­ten um Anmel­dung über unser Anmel­dungs­for­mu­lar. Für Fra­gen ste­hen Dir der NABU Straus­berg-Mär­ki­sche Schweiz und der NABU Bran­den­burg per E‑Mail (natura2000@nabu-bb.de) oder Tele­fon (03342 – 4225727) ger­ne zur Verfügung.

Anrei­se

Vom Bahn­hof Straus­berg erreichst Du den Treff­punkt in ca. 31 min zu Fuß oder in ca. 7 Minu­ten mit dem Fahr­rad (2,7 km). Die Bus­li­nie 950 fährt vom Bahn­hof Straus­berg zur Hal­te­stel­le Torf­haus. Fahr­plan­aus­künf­te fin­dest Du auf der Home­page des Ver­kehrs­ver­bunds Ber­lin-Bran­den­burg: www.vbb.de


Natu­ra 2000

Die ver­mehr­te Umset­zung von Natur­schutz­maß­nah­men kann hel­fen, Lebens­räu­me und Arten in FFH-Gebie­ten zu schüt­zen und zu erhal­ten. Natu­ra 2000 ist das welt­weit größ­te Netz aus Schutz­ge­bie­ten und es besteht aus FFH-Gebie­ten und Vogel­schutz­ge­bie­ten. FFH-Gebie­te sind euro­päi­sche Schutz­ge­bie­te, die nach der Fau­na-Flo­ra-Habi­tat-Richt­li­nie geschützt sind, d. h. sie schüt­zen Tie­re (Fau­na), Pflan­zen (Flo­ra) und Lebens­räu­me (Habi­tat). Durch ein­heit­li­che Stan­dards schützt Natu­ra 2000 natür­li­che Lebens­räu­me und wild­le­ben­de Arten euro­pa­weit. Natu­ra 2000 in Bran­den­burg macht rund 26 Pro­zent der Lan­des­flä­che aus. 


FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Barnimhänge“ 

Das FFH-Gebiet liegt im Nord­os­ten Ber­lins zwi­schen Straus­berg und Petersha­gen sowie Reh­fel­de und Rüders­dorf im Land­kreis Mär­kisch-Oder­land. Die Flä­chen sind auch als die anein­an­der­gren­zen­den Natur­schutz­ge­bie­te „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“ und „Lan­ge Damm­wie­sen und Unte­res Anna­tal“ geschützt. Der NABU Lan­des­ver­band Bran­den­burg, der NABU Regio­nal­ver­band Straus­berg – Mär­ki­sche Schweiz und die NABU-Stif­tung Natio­na­les Natur­er­be besit­zen Flä­chen in den Schutzgebieten.

Eine bis zu zwei Kilo­me­ter brei­te eis­zeit­li­che Rin­ne durch­zieht die Schutz­ge­bie­te inner­halb der Bar­ni­mer Hoch­flä­che. Hohe Hügel und Däm­me ragen aus den ebe­nen Wie­sen­nie­de­run­gen mit ihren Flach­moo­ren her­aus. Die­se höher gele­ge­nen Flä­chen sind san­dig und tro­cken, dort ist zum Teil der FFH-Lebens­raum­typ (LRT) „Tro­cke­ne, kalk­rei­che San­dra­sen (LRT 6120)“ zu fin­den. Die „kalk­rei­chen Nie­der­moo­re (LRT 7230)“ und „Pfei­fen­gras­wie­sen (LRT 6410)“ in den Nie­de­run­gen der Gebie­te haben eine regio­na­le und über­re­gio­na­le Bedeutung.

Exkursion vom NABU Strausberg-Märkische Schweiz auf einem Hügel mit Trockenrasen im FFH-Gebiet „Herrensee, Lange-Damm-Wiesen und Barnimhänge“ – Foto: Sarah Diering
Exkur­si­on vom NABU Straus­berg-Mär­ki­sche Schweiz auf einem Hügel mit Tro­cken­ra­sen im FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“ – Foto: Sarah Diering

Die bota­ni­sche Viel­falt ergibt sich durch das räum­lich eng ver­zahn­te Mosa­ik der unter­schied­li­chen Lebens­räu­me. Feuch­te Hoch­stau­den­flu­ren, Seg­gen­rie­de und Röh­rich­te, aber auch exten­siv bewirt­schaf­te­te Wie­sen und Wei­den nas­ser bis fri­scher Stand­or­te, Stiel­ei­chen-Hain­bu­chen- und boden­saurer Eichen­wald, oli­go­tro­phe Moo­re und Moor­wäl­der sowie tro­cke­ne, kalk­rei­che San­dra­sen kom­men im Gebiet vor. Die­se Lebens­räu­me bie­ten zahl­rei­chen Tier- und Pflan­zen­ar­ten ein Zuhau­se: Von Fischerot­ter und Rot­bau­chun­ke über Kra­nich und Bekas­si­ne bis hin zu Gro­ßem Feu­er­fal­ter, meh­re­ren Orchi­deen­ar­ten, Arm­blü­ti­ge Sumpf­sim­se und Pracht-Nelke.

Mehr Infor­ma­tio­nen über die Natur­schutz­ge­bie­te „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“ und „Lan­ge Damm­wie­sen und Unte­res Anna­tal“ fin­dest Du auf der Web­sei­te der NABU-Stif­tung Natio­na­les Natur­er­be, der Web­sei­te der Lan­gen-Damm-Wie­sen und der Web­sei­te vom NABU Bran­den­burg.

Wasserbüffel im FFH-Gebiet „Herrensee, Lange-Damm-Wiesen und Barnimhänge“ – Foto: Laura Klein
Was­ser­büf­fel im FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“ – Foto: Lau­ra Klein

Büf­fel las­sen Orchi­deen blühen

Im Rah­men des EU-LIFE-Pro­jek­tes „Kalk­moo­re Bran­den­burgs“ der Stif­tung Natur­schutz­fonds Bran­den­burg wur­den aus­ge­wähl­te Grä­ben mit Torf zuge­schüt­tet, die Moor­flä­chen rena­tu­riert und wie­der ver­nässt. Dadurch konn­ten ver­schol­le­ne Lebens­räu­me wie­der­be­lebt wer­den. Von feuch­ten Hoch­stau­den­flu­ren über exten­siv bewirt­schaf­te­te Wie­sen und Wei­den bis hin zu Tro­cken­ra­sen – das FFH-Gebiet „Her­ren­see, Lan­ge-Damm-Wie­sen und Bar­nim­hän­ge“ hat heu­te – mit 700 ver­schie­de­nen Pflan­zen­ar­ten – eine sehr gro­ße Arten­viel­falt zu bieten.

Mit Mahd und Bewei­dung setzt sich Gerd Haa­se vom NABU Straus­berg-Mär­ki­sche Schweiz seit Jahr­zehn­ten für den Erhalt einer viel­fäl­ti­gen Offen­land­schaft in den Lan­ge-Damm-Wie­sen ein. Mit schwe­ren Gerä­ten kön­nen die feuch­ten Wie­sen nicht gemäht wer­den. Hier muss per Hand oder mit Tie­ren gear­bei­tet wer­den. Scha­fe, Rin­der und sogar Was­ser­büf­fel hel­fen Gerd Haa­se bei der Land­schafts­pfle­ge die­ser ein­zig­ar­ti­gen Land­schaft. Kon­kur­renz­schwa­che Pflan­zen wie Orchi­deen bekom­men durch die Pfle­ge eine Chan­ce und kön­nen sich so gegen vor­her domi­nan­te Arten wie Schilf und Groß­seg­gen durchzusetzen.


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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: