Biotoppflege für Trockenrasen

Trockenrasen braucht Pflege – hilf uns bei der Wiesenmahd und Entbuschung im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“. Der NABU Osthavelland und das Projekt „LIFE Trockenrasen“ der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg landen alle herzlich zur gemeinsamen Pflegeaktion am 4. Dezember 2021 in die Kleinen Jahnberge ein.
Schilf-Mahd vom NABU Osthavelland im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ – Foto: Laura Klein
Schilf-Mahd vom NABU Osthavelland im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ – Foto: Laura Klein

Klicke hier, wenn Du mehr über das FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ erfahren möchtest.

Landschaftspflege für den Erhalt von Trockenrasen

Entdecke mit uns die botanischen Besonderheiten in den Kleinen Jahnbergen. Pflege mit uns die artenreichen Trockenrasen im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“, um Arten wie Steppen-Sesel, Ähriger Blauweiderich, Graue Skabiose und Berg-Haarstrang dauerhaft zu erhalten. Nur durch kontinuierliche Pflegemaßnahmen wie Mahd, Beweidung und Entbuschung können wir die Trockenrasen und Sandrasen in den Kleinen Jahnbergen erhalten. Der NABU Osthavelland, der NABU Brandenburg und das Projekt „LIFE Trockenrasen“ der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg landen alle herzlich zu der Veranstaltung ein:

Pflegeeinsatz im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“
Samstag, 4. Dezember 2021, von 10:15 Uhr bis ca. 15 Uhr
Treffpunkt: Bhf Paulinenaue (siehe Karte unten)

Ähriger Blauweiderich (Pseudolysimachion spicatum) im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ – Foto: Laura Klein
Ähriger Blauweiderich (Pseudolysimachion spicatum) im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ – Foto: Laura Klein

Ablauf der Veranstaltung

Gemeinsam mit dem NABU Osthavelland und der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg werden wir vom Treffpunkt ins FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ zu der Trockenrasenfläche fahren, die gepflegt werden soll. Beim Arbeitseinsatz mähen wir die Fläche und entfernen z. B. Zitterpappelschösslinge, um der Verbuschung der Fläche entgegenzuwirken.

Bitte trage dem Wetter entsprechend angepasste Arbeitskleidung und festes Schuhwerk. Wir empfehlen allen, sich selbst Arbeitshandschuhe mitzubringen. Wir machen ein Picknick aus dem Rucksack, bringe Dir daher bitte selbst Verpflegung mit. Geräte wie z. B. Harken werden zur Verfügung gestellt. Wir bitten alle, die aktuell geltenden Corona-Regelungen einzuhalten.

Anmeldung

Wir bitten alle Interessierten um Anmeldung über unser Anmeldungsformular. Für Fragen stehen wir per E-Mail (natura2000@nabu-bb.de) oder Telefon (03342 – 4225727) gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns über Deine Unterstützung und viele helfende Hände!

Heiko Hammerschmidt, NABU Osthavelland, zeigt die botanischen Besonderheiten wie z.B. die Graue Skabiose (Scabiosa canescens) bei der Exkursion im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch“ – Foto: Laura Klein
Heiko Hammerschmidt, NABU Osthavelland, zeigt die botanischen Besonderheiten wie z. B. die Graue Skabiose (Scabiosa canescens) einer der Exkursion im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch“ – Foto: Laura Klein
Anreise

Wir treffen uns am Samstag, 4. Dezember 2021, um 10:15 Uhr auf dem Parkplatz beim Bahnhof Paulinenaue (Bahnhofstr. 3D, 14641 Paulinenaue). Der Zug aus Berlin kommt beispielsweise um 10:08 Uhr am Bahnhof Paulinenaue an. Wir treffen uns auf dem Parkplatz. Vom Parkplatz aus fahren wir noch ein kleines Stück, ca. 5 km, bis wir im FFH-Gebiet sind. Dafür werden wir vor Ort Fahrgemeinschaften bilden. Denn das Gebiet ist teilweise nur über Feldwege zu erreichen. Nicht benötigte Fahrzeuge können am Bahnhof Paulinenaue stehen gelassen werden.

Vom Bahnhof Paulinenaue erreichst Du die Flächen, auf der die Pflegeaktion stattfinden wird, in ca. 15 Minuten mit dem Fahrrad bzw. mit dem Auto (ca. 5 km). Fahrplanauskünfte findest Du auf der Homepage des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg: www.vbb.de


Natura 2000

Natura 2000 ist das weltweit größte Netz aus Schutzgebieten und es besteht aus Vogelschutzgebieten und FFH-Gebieten. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind, d. h. sie schützen Tiere (Fauna), Pflanzen (Flora) und Lebensräume (Habitat). Durch einheitliche Standards schützt Natura 2000 natürliche Lebensräume und wildlebende Arten europaweit. Natura 2000 in Brandenburg macht rund 26 Prozent der Landesfläche aus.

Exkursion vom NABU Osthavelland auf einem Trockenrasen im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch“ – Foto: Laura Klein
Exkursion vom NABU Osthavelland auf einem Trockenrasen im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch“ – Foto: Laura Klein

FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“

Das FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ liegt am südlichen Rand des Großen Havelländischen Luchs. In einem reich strukturierten Mosaik aus einzelnen Teilflächen umfasst das Schutzgebiet trockene Lebensräume wie Sand- und Trockenrasen aber auch feuchte Wiesen-Standorte und naturnahe Lauwälder.

Mit der 12. Erhaltungszielverordnung, die die FFH-Gebiete rechtlich sichert, wurden die drei Gebiete „Paulinenauer Luch“, „Lindholz“ und „Paulinenauer Luch Ergänzung“ zusammengelegt. Das neue Gebiet erhält den Namen FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ (EU-Nr.: DE 3342-301, Landes-Nr. 447). Das FFH-Gebiet liegt auch im Landschaftsschutzgebiet „Westhavelland“. Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe besitzt Flächen im Lindholz und in den Großen und Kleinen Jahnbergen.

Das Lindholz und die Große und Kleinen Jahnberge sind auch als Naturschutzgebiete geschützt. In den Jahnbergen gibt es floristische Besonderheiten und gefährdete Arten wie subkontinentale basenreiche Sandrasen und Steppenrasen zu sehen, z. B. Ähriger Blauweiderich (Pseudolysimachion spicatum), Graue Skabiose (Scabiosa canescens) und Berg-Haarstrang (Peucedanum oreoselinum).

Das Naturschutzgebiet „Lindholz“ befindet sich östlich des Ortes Paulinenaue im Landkreis Havelland. Es besteht aus einem artenreichen Eichen-Hainbuchenwald mit hohen Anteilen von Winterlinde und Hasel. Außerdem kommen hier die letzten Exemplare einer in Brandenburg vom Aussterben bedrohten Orchideenart vor, die Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha). Im Naturschutzgebiet „Lindholz“ befindet sich ein 5,5 Hektar großes Totalreservat. Insgesamt zwölf Fledermausarten (davon elf waldbewohnende Arten) kommen im Waldgebiet Lindholz vor, mindestens acht Arten reproduzieren sich auch im Gebiet.

Der NABU Osthavelland engagiert sich seit vielen Jahren in der Pflege und Unterhaltung der vielfältigen Lebensräume. So werden z. B. einiger der Wiesenstandorte jährlich gemäht oder von einem lokalen Schäfer mit Schafen beweidet. Die lichten Gehölzbestände werden von aufwachsendem Gebüsch befreit. Seltene Arten werden erhalten und das Geschehen auf den Flächen aufmerksam beobachtet.

Die Trockenrasen im FFH-Gebiet „Paulinenauer Luch und Lindholz“ sind Teil des EU-Projekts „LIFE Trockenrasen“ der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg.


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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: