Pfle­ge­ak­ti­on im FFH-Gebiet „Sutsch­ke­tal“

Der NABU Dahmeland lud am Samstag, 17. Juli 2021, zum Aktionstag mit Pflegeeinsatz ins FFH-Gebiet „Sutschketal“ ein. Viele Teilnehmende halfen mit, eine Feuchtwiese und einen Trockenrasenhang zu mähen und ihren Betrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.
Pflegeaktion vom NABU Dahmeland im FFH-Gebiet „Sutschketal“ – Foto: NABU/Sarah Diering
Pfle­ge­ak­ti­on vom NABU Dah­me­land im FFH-Gebiet „Sutsch­ke­tal“ – Foto: NABU/​Sarah Diering

Arten­rei­che Feucht­wie­sen sind aus der klein­bäu­er­li­chen Nut­zung ent­stan­den – ihr Fort­be­stehen ist auf eine ver­gleich­ba­re jähr­li­che Nut­zung bzw. Pfle­ge ange­wie­sen. Das im Som­mer gemäh­te Gras wur­de als Tier­fut­ter genutzt, so wur­den den Wie­sen Jahr um Jahr Bio­mas­se ent­nom­men und es konn­ten sich zahl­rei­che licht­lie­ben­de Arten ansie­deln. Auch bei der Pfle­ge­ak­ti­on im FFH-Gebiet „Sutsch­ke­tal“ wur­de nach der Wie­sen­mahd das fri­sche Mahdgut von der Flä­che räu­men und damit sicher­ge­stellt, dass die Nähr­stof­fe wei­ter­hin aus der Wie­se getra­gen wer­den. Bei aus­blei­ben­de Nut­zung lau­fen auch die Tro­cken­ra­sen­flä­chen Gefahr zu ver­bu­schen – auch hier tru­gen wir mit einer Mahd zur Erhal­tung der Flä­chen bei.
Gemein­sam enga­gier­ten wir uns für den Erhalt die­ser wert­vol­len Lebens­räu­me! Bei der Pfle­ge­ak­ti­on am 17. Juli 2021 wur­den die feuch­ten Wie­sen rund um den Sutsch­ke­wei­her und einen Tro­cken­ra­sen am angren­zen­den Hang gemäht, das Gras zusam­men geharkt und von der Flä­che geräumt.
Kli­cken Sie hier, wenn Sie mehr über das FFH-Gebiet „Sutsch­ke­tal“ erfah­ren möchten. 

NABU Dah­me­land und NABU Bran­den­burg luden alle ganz herz­lich zur Ver­an­stal­tung ein:

Pfle­ge­ak­ti­on im FFH-Gebiet „Sutsch­ke­tal“
Sams­tag, 17. Juli 2021, 8:45 Uhr bis ca. 12 Uhr

-> Ver­an­stal­tung auf Facebook

Vie­len Dank an alle, die uns tat­kräf­tig beim Pfle­ge­ein­satz unter­stützt haben!

FFH-Gebiet „Sutsch­ke­tal“

Das 2 km lan­ge Sutsch­ke­tal hat sich bis zu 15 Meter tief in die Umge­bung ein­ge­schnit­ten. Am Süd­ost­ufer des Krum­men Sees bei Königs Wus­ter­hau­sen begin­nend ver­läuft das bis zu 250 Meter brei­te Tal in zwei S‑Kurven nach Süden und schließt dort mit dem Sutsch­ke­wei­her ab.

Das FFH-Gebiet „Sutsch­ke­tal“ zeigt auf engem Raum eine gro­ße Struk­tur­viel­falt. In der ver­moor­te Tal­so­le fin­den sich Klein­ge­wäs­ser, Schilf­röh­rich­te, Erlen­brü­che, Seg­gen­rie­de und Feucht­wie­sen. Die Tal­hän­ge sind geprägt von tro­cke­nen Stiel­ei­chen-Bir­ken­wäl­dern und Kie­fern­fors­ten mit ein­zel­nen Tro­cken­ra­sen.

Der NABU Dah­me­land enga­giert sich seit vie­len Jah­ren in der Pfle­ge und Unter­hal­tung der viel­fäl­ti­gen Lebens­räu­me. So wer­den z.B. eini­ge der Wie­sen­stand­or­te bereits seit Ende der 1980er Jah­ren jähr­lich gemäht. Feucht­wie­sen wie die Pfei­fen­gras­wie­sen (LRT 6410) haben sich aus der klein­bäu­er­li­chen Nut­zung ent­wi­ckelt – nur eine ver­gleich­ba­re, regel­mä­ßi­ge Pfle­ge sichern den Erhalt die­ser arten­rei­chen Lebens­räu­me.

Die Stif­tung Natur­schutz­fonds Bran­den­burg hat sich mit dem Pro­jekt LIFE San­dra­sen den Über­res­ten der Tro­cke­nen, kalk­rei­chen San­dra­sen (LRT 6120) im FFH-Gebiet „Sutsch­ke­tal“ ange­nom­men. Nach der Auf­lich­tung von Hang­stand­or­ten haben Tro­cken­ra­sen und Eichen­wäl­der nun wie­der Licht und Raum, um sich zu ent­wi­ckeln. Mit der jähr­li­chen Mahd der Rasen­flä­chen sichert der NABU Dah­me­land das Fort­be­stehen die­ser wert­vol­len Flä­chen.

Die ver­mehr­te Umset­zung von Natur­schutz­maß­nah­men in FFH-Gebie­ten kann hel­fen, Lebens­räu­me und Arten in FFH-Gebie­ten zu schüt­zen und zu erhal­ten. FFH-Gebie­te sind euro­päi­sche Schutz­ge­bie­te, die nach der Fau­na-Flo­ra-Habi­tat-Richt­li­nie geschützt sind, d. h. sie schüt­zen Tie­re (Fau­na), Pflan­zen (Flo­ra) und Lebens­räu­me (Habi­tat). Gemein­sam mit den Vogel­schutz­ge­bie­ten bil­den FFH-Gebie­te das welt­weit größ­te Netz aus Schutz­ge­bie­ten – Natu­ra 2000. Durch ein­heit­li­che Stan­dards schützt Natu­ra 2000 natür­li­che Lebens­räu­me und wild­le­ben­de Arten europaweit.

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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: