Fahr­ra­dex­kur­si­on in die Muhrgrabenniederung

Mit dem Fahrrad die Vielfalt des FFH-Gebietes „Muhrgraben mit Teufelsbruch“ entdecken. Der Verein Natur Hennigsdorf und der NABU Brandenburg luden herzlich zur Exkursion in die Muhrgrabenniederung am 20. Juni 2021 ein.
Prachtnelke (Dianthus superbus) im FFH-Gebiet „Muhrgraben mit Teufelsbruch“ – Foto: NABU/Laura Klein
Pracht­nel­ke (Dian­thus super­bus) im FFH-Gebiet „Muhr­gra­ben mit Teu­fels­bruch“ – Foto: NABU/​Laura Klein

West­lich von Hen­nigs­dorf, direkt vor den Toren Ber­lins, erstreckt sich ein wenig erschlos­se­nes, zusam­men­hän­gen­des Nie­der­moor­ge­biet mit arten­rei­chem Feucht- und Frisch­grün­land und einer bemer­kens­wer­ten Zahl gefähr­de­ter Pflan­zen­ar­ten – das FFH-Gebiet „Muhr­gra­ben mit Teu­fels­bruch“. Die Nie­de­rung des Muhr­gra­bens umfasst ein arten­rei­ches Mosa­ik von kalk­rei­chen Pfei­fen­gras­wie­sen, mage­ren Flach­land­mäh­wie­sen, feuch­ten Hoch­stau­den­flu­ren, tro­cke­nen kalk­rei­chen San­dra­sen, Eichen-Hain­bu­chen­wald und boden­saurem Eichen­wald, ein­ge­fasst von weit­ge­hend exten­siv genutz­ten Grün­land- und Wald­flä­chen.

Seit Jahr­zehn­ten wer­den hier vie­le Flä­chen natur­schutz­fach­lich betreut. Mit einem abge­stimm­ten Kon­zept aus land­wirt­schaft­li­cher Heu­ge­win­nung, Schafs­be­wei­dung und gezielt Landschfts­pfle­ge wird zur Erhal­tung sel­te­ner Arten bei­getra­gen. Auf den Wie­sen der Muhr­gra­ben­nie­de­rung blü­hen u.a. Sibi­ri­sche Schwert­li­li­en , Pracht- und Kuckucks-Licht­nel­ken, Teu­fels­ab­biss, ver­schie­de­ne Orchi­deen­ar­ten, Gel­be Wie­sen­rau­te und ende­mi­sche Sumpf­lö­wen­zäh­ne.

Die­se feuch­ten Lebens­räu­me sind abhän­gig vom Grund­was­ser­stand und reagie­ren sehr sen­si­bel auf Ver­än­de­run­gen der Was­ser­ver­füg­bar­keit. Sin­ken­de Grund­was­ser­stän­de gefähr­den den Arten­reich­tum im FFH-Gebiet „Muhr­gra­ben mit Teu­fels­bruch“ nach­hal­tig.

Die ver­mehr­te Umset­zung von Natur­schutz­maß­nah­men in FFH-Gebie­ten kann hel­fen, Lebens­räu­me und Arten in FFH-Gebie­ten zu schüt­zen und zu erhal­ten. FFH-Gebie­te sind euro­päi­sche Schutz­ge­bie­te, die nach der Fau­na-Flo­ra-Habi­tat-Richt­li­nie geschützt sind, d. h. sie schüt­zen Tie­re (Fau­na), Pflan­zen (Flo­ra) und Lebens­räu­me (Habi­tat). Gemein­sam mit den Vogel­schutz­ge­bie­ten bil­den FFH-Gebie­te das welt­weit größ­te Netz aus Schutz­ge­bie­ten – Natu­ra 2000. Durch ein­heit­li­che Stan­dards schützt Natu­ra 2000 natür­li­che Lebens­räu­me und wild­le­ben­de Arten europaweit.

Auf Ent­de­ckungs­tour!
Bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren radel­ten wir am Sonn­tag gemein­sam mit 16 Exkur­si­ons­teil­neh­men­den in das FFH-Gebiet „Muhr­gra­ben mit Teu­fels­bruch“! Wir erkun­de­ten den Arten­reich­tum der Pfei­fen­gras­wie­sen und Tro­cken­ra­sen, gin­gen den öko­lo­gi­schen Zusam­men­hän­gen auf den Grund und lern­ten die Natur­schutz­maß­nah­men ken­nen, die der Erhal­tung der wert­vol­len Wie­sen die­nen. Botaniker*innen des Ver­eins Natur Hen­nigs­dorf nah­men uns mit zu den ganz beson­de­ren Orten in der Muhr­gra­ben­nie­de­rung: blü­ten­rei­che Wie­sen mit einer Viel­zahl gefähr­de­ter Pflan­zen­ar­ten. Die Foto­ga­le­rie gibt einen Ein­blick in die Blü­ten­pracht auf den Tro­cken­ra­sen und Pfei­fen­gras­wie­sen im FFH-Gebiet „Muhr­gra­ben mit Teu­fels­bruch“.

Vie­len Dank an alle inter­es­sier­ten Teil­neh­men­den und Mit­wir­ken­den!

Für Fra­gen ste­hen wir Ihnen ger­ne per Mail (natura2000@nabu-bb.de) oder per Tele­fon (03342 – 423 57 94) zur Verfügung.

Der Ver­ein Natur Hen­nigs­dorf und der NABU Bran­den­burg luden gemein­sam ganz herz­lich zur Ver­an­stal­tung ein:

Fahr­ra­dex­kur­si­on in die Muhr­gra­ben­nie­de­rung
Sonn­tag, 20. Juni 2021, 9:50 Uhr bis ca. 13:00 Uhr
-> Ver­an­stal­tung auf Facebook

Ein­drü­cke von der Exkur­si­on im FFH-Gebiet Muhr­gra­ben mit Teufelsbruch

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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: