Vogel­stim­men­füh­rung am Mühlenfließ

Der Frühling nähert sich – Anfang März waren wir bei der Vogelstimmenführung am Fredersdorfer Mühlenfließ. Am 1. März 2020 erkundeten wir mit dem NABU Petershagen/Eggersdorf die Vogelarten im FFH-Gebiet „Fredersdorfer Mühlenfließ, Langes Luch & Breites Luch“.

Teilnehmende der Vogelstimmenführung am 1. März 2020 im FFH-Gebiet „Fredersdorfer Mühlenfließ, Langes Luch und Breites Luch“ – Foto: NABU / Laura Klein
Teil­neh­men­de der Vogel­stim­men­füh­rung am 1. März 2020 im FFH-Gebiet „Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ, Lan­ges Luch und Brei­tes Luch“ – Foto: NABU / Lau­ra Klein 

Natu­ra 2000

Natu­ra 2000 ist das welt­weit größ­te Netz aus Schutz­ge­bie­ten und es besteht aus Vogel­schutz­ge­bie­ten und FFH-Gebie­ten. FFH-Gebie­te sind euro­päi­sche Schutz­ge­bie­te, die nach der Fau­na-Flo­ra-Habi­tat-Richt­li­nie geschützt sind, d. h. sie schüt­zen Tie­re (Fau­na), Pflan­zen (Flo­ra) und Lebens­räu­me (Habi­tat). Durch ein­heit­li­che Stan­dards schützt Natu­ra 2000 natür­li­che Lebens­räu­me wild­le­ben­der Arten europaweit.

FFH-Gebiet am Fre­ders­dor­fer Mühlenfließ

Das FFH-Gebiet „Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ, Lan­ges Luch und Brei­tes Luch“ ist über 700 Hekt­ar groß und liegt in den Gemein­den Alt­lands­berg, Fre­ders­dorf-Vogel­s­dorf, Petershagen/​Eggersdorf und Schönei­che bei Ber­lin sowie in den Land­krei­sen Mär­kisch-Oder­land und Oder-Spree. Ein gro­ßer Teil des Schutz­ge­biets wird durch das Fließ­ge­wäs­ser „Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ“ geprägt. Im nörd­li­chen Teil des Gebiets befin­den sich natur­na­he Wäl­der, im süd­li­chen Teil feuch­te Wie­sen und Wei­den. Das Gebiet am Rand von Ber­lin unter­liegt einer sich immer schnel­ler ent­wi­ckeln­den urba­nen Umge­bung. Daher ist das Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ ein wich­ti­ges Rück­zugs­ge­biet für schüt­zens­wer­te Arten und Lebens­räu­me. Das FFH-Gebiet wur­de bei­spiels­wei­se für Lebens­raum­ty­pen wie „Stern­mie­ren-Eichen-Hain­bu­chen­wäl­der“ (Code 9160) oder „Erlen-Eschen- und Weich­holzau­en­wäl­der“ (Code 91E0*) und FFH-Arten wie Kamm­molch, Rot­bau­chun­ke und Gro­ßer Feu­er­fal­ter ausgewiesen.

Geschütz­te Vogel­ar­ten am Fre­ders­dor­fer Mühlenfließ

Die fol­gen­den nach der Vogel­schutz­richt­li­nie geschütz­ten Vogel­ar­ten kom­men im FFH-Gebiet vor: Weiß­storch, Wes­pen­bus­sard, Rot­mi­lan, Schwarz­mi­lan, Eis­vo­gel, Schwarz­specht, Hei­de­lerche, Sper­ber­gras­mü­cke und Neuntöter.

Häu­fi­ge Gartenvögel

Die 40 häu­figs­ten Gar­ten­vö­gel auf einen Blick fin­den Sie hier.

NABU-Vogel­trai­ner

Ent­de­cken Sie die Vogel­welt mit dem Vogel­trai­ner: www.vogeltrainer.nabu.de. Dort fin­den Sie auch inter­es­san­te Fak­ten zu 15 häu­fi­gen Gar­ten­vö­geln und zahl­rei­che Quizfragen.

Online-Vogel­füh­rer

Mit dem Online-Vogel­füh­rer kön­nen Sie 225 hei­mi­sche Vogel­ar­ten bestim­men, kli­cken Sie ein­fach hier.


Vogel­stim­men­füh­rung am 1. März 2020:

“Wie, wie hab ich Dich so lieb” – den Gesang der Gold­am­mer hör­ten wir am Sonn­tag­mor­gen mit dem NABU Petershagen/​Eggersdorf am Müh­len­fließ. Die Gold­am­mer – der gel­be Farb­tup­fer im Win­ter – singt von Ende Febru­ar bis in den Herbst meist von einer erhöh­ten War­te aus ihr cha­rak­te­ris­ti­sches Lied.

Zu Beginn der Exkur­si­on im FFH-Gebiet „Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ, Lan­ges Luch und Brei­tes Luch“ stell­te Andre­as Hinz vom NABU Petershagen/​Eggersdorf ein Stück die­ses Natu­ra 2000-Lebens­rau­mes vor und gab dabei eine Ein­füh­rung in die Vogel­be­stim­mung an Hand der Vogel­stim­men. Dann lern­ten wir die Bio­to­pe im Schutz­ge­biet ken­nen und beob­ach­te­ten die Win­ter­vö­gel am Fließ. Wir lie­fen am Natur­schutz­ge­biet ent­lang und belausch­ten Vögel wie Grün­specht und Goldammer.

Vogel­stim­men­füh­rung im FFH-Gebiet „Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ“
Sonn­tag, 1. März 2020, 6 – 8 Uhr
-> Ver­an­stal­tung auf Face­book
Treff­punkt: Fließ­brü­cke Kas­ta­ni­en­al­lee 103 in Bruch­müh­le (15345 Altlandsberg)

Das Gebiet ist FFH-Gebiet „Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ, Lan­ges Luch und Brei­tes Luch“ und als <a href=“https://www.maerkisch-oderland.de/datei/anzeigen/id/1458,1249/5_4_rechtsverordnung_lsg_niederungssys_205.pdf
Natur­schutz­ge­biet „Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ, Lan­ges Luch und Brei­tes Luch“ geschützt.


Video mit Vogel­stim­men von der Exkur­si­on am 1. März 2020:

Im Video sind u.a. die Rufe von Gold­am­mer und Grün­specht zu hören.

„Klüh-klüh-klü-klü-klü-klü“ – den fröh­li­chen Gesang des Grün­spechts hör­ten wir bei der Vogel­stim­men­füh­rung am Fre­ders­dor­fer Müh­len­fließ am 1. März 2020 mit dem NABU Petershagen/​Eggersdorf. Schon im Janu­ar begin­nen die ers­ten Balz­ge­sän­ge des Grün­spechts, aber gesang­lich am aktivs­ten ist er zwi­schen März und Mai. Sein Ruf, der dazu dient sein Revier abzu­ste­cken und Weib­chen anzu­lo­cken, gleicht einem gel­len­den Lachen und man kann sich das gan­ze Jahr davon anste­cken las­sen. Wer den Specht mit der roten Kap­pe und der schwar­zen Augen­mas­ke aus der Nähe beob­ach­ten möch­te, soll­te gedul­dig sein, denn am bes­ten beob­ach­ten lässt sich der scheue „Specht mit der Räu­ber­mas­ke“ bei sei­ner rou­ti­nier­ten Amei­sen­su­che auf Wie­sen­flä­chen.
Mehr Infos zum Grün­specht fin­den Sie hier.

Vogel­ar­ten, die wir im Lau­fe der Exkur­si­on am 1. März 2020 gese­hen und/​oder gehört haben:
Amsel, Nebel­krä­he, Kolk­ra­be, Kohl­mei­se, Penn­ant­sit­tich, Grün­specht, Rin­gel­tau­be, Mis­tel­dros­sel, Bunt­specht, Schwarz­specht, Rot­kehl­chen, Gold­am­mer, Blau­mei­se, Stieg­litz, Grün­fink, Star, Eichel­hä­her, Feld­ler­che, Stock­ente, Kern­bei­ßer, Haus­sper­ling, Feld­sper­ling, Mäu­se­bus­sard, Klei­ber, Wei­den­mei­se und Gar­ten­baum­läu­fer.

Für Fra­gen steht Andre­as Hinz vom NABU Petershagen/​Eggersdorf zur Ver­fü­gung (andreas.hinz@naturschutz-am-muehlenfliess.de). Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter: www.naturschutz-am-muehlenfliess.de

Wir dan­ken allen für ihre Teil­nah­me an der Exkursion!


Bil­der der Vogel­stim­men­füh­rung am 1. März 2020:


Letz­te Vogelstimmenführungen:

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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: