Online Argu­men­ta­ti­ons­trai­ning

Zwei Monologe machen noch keinen Dialog – so das Sprichwort. In den Kommunikationstrainings am 7., 14. & 18. Juni 2021 lernten wir, souverän & schlagkräftig für den Naturschutz zu argumentieren, um uns für einen erfolgreichen Schutz der FFH-Gebiete einzusetzen.
Teilnehmende tauschen Argumente zu Vertragsnaturschutz aus – Foto: NABU / Julia Ehritt
Teil­neh­men­de tau­schen Argu­men­te zu Ver­trags­na­tur­schutz aus – Foto: NABU / Julia Ehritt

Auf der Wie­se, im Wald oder im Gespräch mit der ört­li­chen Gemein­de kön­nen spon­tan strit­ti­ge The­men auf­kom­men. In sol­chen Situa­tio­nen ist neben fun­dier­tem Fach­wis­sen, star­ke Über­zeu­gungs­kraft gefragt. Im Natur­schutz geht es dar­um, Arten und ihre Lebens­räu­me zu erhal­ten und zu schüt­zen. Die Men­schen, die über die Umset­zung die­ser Zie­le ent­schei­den, müs­sen häu­fig über­zeugt, moti­viert oder umge­stimmt wer­den. Aus­führ­li­che Gesprä­che und geschick­tes Argu­men­tie­ren sind die bes­ten Mit­tel, um zu erklä­ren, dass z. B. Gewäs­ser­rand­strei­fen oder Bewei­dung die Arten­viel­falt erhö­hen kön­nen.

Vor allem im Schutz und der Wei­ter­ent­wick­lung von Natu­ra 2000-Gebie­ten tref­fen eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Inter­es­sens­grup­pen auf­ein­an­der. Hier gilt es, beson­ders diplo­ma­tisch zu agie­ren, um für die Natur auf den EU-weit geschütz­ten Flä­chen den größt­mög­li­chen Erfolg zu erzie­len.

Natu­ra 2000
Natu­ra 2000 ist das welt­weit größ­te Netz aus Schutz­ge­bie­ten und es besteht aus Vogel­schutz­ge­bie­ten und FFH-Gebie­ten. FFH-Gebie­te sind euro­päi­sche Schutz­ge­bie­te, die nach der Fau­na-Flo­ra-Habi­tat-Richt­li­nie geschützt sind, d. h. sie schüt­zen Tie­re (Fau­na), Pflan­zen (Flo­ra) und Lebens­räu­me (Habi­tat). Durch ein­heit­li­che Stan­dards schützt Natu­ra 2000 natür­li­che Lebens­räu­me und wild­le­ben­de Arten euro­pa­weit. Die ver­mehr­te Umset­zung von Natur­schutz­maß­nah­men in FFH-Gebie­ten kann hel­fen, Lebens­räu­me und Arten in FFH-Gebie­ten zu schüt­zen und zu erhalten.

Schlag­fer­tig argu­men­tie­ren und kon­struk­tiv Gesprä­che führen!

Teilnehmende üben Argumentationstechniken beim Kommunikationstraining am 10.-11.03.2018 – Foto: NABU / Laura Klein
Teil­neh­men­de üben Argu­men­ta­ti­ons­tech­ni­ken beim Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning am 10.–11.03.2018 – Foto: NABU / Lau­ra Klein

Doch wie ver­mitt­le ich ziel­füh­rend Aspek­te oder Zusam­men­hän­ge des Natur­schut­zes, die zum Teil hoch kom­plex sind? Wie gewin­nen wir ein­zel­ne Akteur*innen für den gemein­sa­men Schutz der Natur? Wie kann mir bild­li­ches Framing und Sto­ry­tel­ling dabei hel­fen? In unse­rem online Argu­men­ta­ti­ons­trai­ning lern­ten wir von Dr. Moritz Kirch­ner vom Insti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Gesell­schaft Metho­den und Tech­ni­ken einer erfolg­rei­chen Argu­men­ta­ti­ons­füh­rung.

Situa­tio­nen aus der Pra­xis, wie bei­spiels­wei­se Gesprä­che mit dem/​der Landwirt*in, Behördenvertreter*in oder Flächeneigentümer*in wur­den simu­liert und trai­niert. Dabei lern­ten die Teil­neh­men­den ihre Argu­men­ta­ti­ons­fer­tig­kei­ten zu ver­bes­sern und zu ver­fei­nern. Es ging vor allem um Sou­ve­rä­ni­tät und Sicher­heit in kom­mu­ni­ka­tiv schwie­ri­gen Situa­tio­nen. Im Trai­ning ver­mit­tel­te Dr. Moritz Kirch­ner Tricks der Schlag­kräf­tig­keit und Argu­men­ta­ti­ons­tech­ni­ken, wel­che die Akti­ven in ihrer Arbeit für die Natur und den Schutz von FFH-Gebie­ten stärkten.

Online Argu­men­ta­ti­ons­trai­ning
am 7., 14. und 18. Juni 2021

jeweils 18 – 21 Uhr, im Webi­nar­raum
-> Ver­an­stal­tung auf Facebook

Inhal­te der Ver­an­stal­tung waren u.a.:
- Grund­la­gen der Argu­men­ta­ti­on und Gesprächs­füh­rung
- Beson­der­hei­ten der Kom­mu­ni­ka­ti­on zu bio­lo­gi­schen The­men
- akti­ves Ein­üben ver­schie­de­ner Argu­men­ta­ti­ons­tech­ni­ken
- akti­ves Zuhö­ren und Spie­geln
- Umgang mit Wider­stän­den und Kil­ler­phra­sen
- die eige­ne Bot­schaft und ihr ent­spre­chen­der Rah­men
- ange­wand­te Metho­den: z. B. Ein­wand-Trai­ning und Rol­len­spie­le
- bild­li­ches Framing und Storytelling

Trainer Dr. Moritz Kirchner erläutert das Potsdamer Kommunikationsmodell – Foto: NABU / Laura Klein
Trai­ner Dr. Moritz Kirch­ner erläu­tert das Pots­da­mer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell – Foto: NABU / Lau­ra Klein

Dr. Moritz Kirch­ner vom Insti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Gesell­schaft ver­fügt über eine lang­jäh­ri­ge Erfah­rung als Trai­ner, Bera­ter und Coach in Kom­mu­ni­ka­ti­on und Rhe­to­rik. Er war 2015 Vize­meis­ter im Debat­tie­ren und schreibt u. a. Reden für Abge­ord­ne­te.

Vie­len Dank an alle für die akti­ve Mit­wir­kung im Argumentationstraining!

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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: