Exkursion im FFH-Gebiet „Pinnow“

Wer unkt denn da? Neben Unken, Kröten und Fröschen entdecken wir mit Heike Begehold und Hanna Rubenbauer vom NABU Angermünde auch typische Vögel der Agrarlandschaft. Bei einer gemeinsamen Exkursion möchten wir den Lebensraum unserer heimischen Amphibien erkunden und die Zusammenhänge mit der Landnutzung im FFH-Gebiet „Pinnow“ aufzeigen. Sei am 21. Mai 2022 mit dabei!
Feldsoll im FFH-Gebiet „Pinnow“ - Foto: Heike Begehold
Feldsoll im FFH-Gebiet „Pinnow“ – Foto: Heike Begehold

Am 21. Mai, dem offiziellen europäischen Natura 2000-Tag, laden der NABU Angermünde und der NABU Brandenburg alle ganz herzlich zur Exkursion ein:

Exkursion im FFH-Gebiet „Pinnow“
am Samstag, 21. Mai 2022, 10:30 bis 12 Uhr
Treffpunkt: vor der Eisschmiede in Pinnow (Schmiedeweg 1, siehe Karte unten)

Rotbauchunke - Foto: Wolfgang Ewert
Rotbauchunke – Foto: Wolfgang Ewert

Die Rotbauchunke (Bombina bombina)

Die Exkursion fokussiert die Rotbauchunke im FFH-Gebiet „Pinnow“. Die 4,5 bis 5 Zentimetern große Rotbauchunke verdankt ihren Namen der auffälligen schwarz-orange-rot gefleckten Unterseite. Diese stellt eine Warntracht dar, die eventuelle Fressfeinde auf die Giftigkeit der Unken hinweist. Die Rotbauchunke stößt melancholische „Unk“-Rufe aus, ist eng an Gewässer gebunden und kommt in Mittel- und Osteuropa vor. Deutschlandweit und in Brandenburg gilt die Rotbauchunke als „stark gefährdet“. Europaweit ist sie nach der FFH-Richtlinie (Anhang II und IV) geschützt. Durch das Bundesnaturschutzgesetz ist die Rotbauchunke „streng geschützt“, d. h. sie darf nicht gefangen, verletzt oder getötet werden und die Störung der Tiere und die Zerstörung ihrer Fortpflanzungs- und Ruhestätten sind verboten. Brandenburg und Berlin haben für diese FFH-Art eine besondere Verantwortung und es besteht hoher Handlungsbedarf. Ursachen für den dramatischen Rückgang der Rotbauchunke sind z. B. Intensivierung der Landwirtschaft, Entwässerung von Feuchtgebieten und das dichte Verkehrsnetz.


Anreise

Wir treffen uns am Samstag, 21. Mai 2022, um 10:30 Uhr vor der Eisschmiede in Pinnow (Schmiedeweg 1, 16278 Pinnow, siehe Karte unten). Pinnow ist mit der Bahnlinie RE3 erreichbar. Vom Bahnhof „Pinnow (Uckermark)“ ist der Treffpunkt in ca. 9 min zu Fuß oder in ca. 2 min mit dem Fahrrad zu erreichen (ca. 800 m).

Fahrplanauskünfte findest Du auf der Webseite des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg

Anmeldung

Wir bitten alle Interessierten um Anmeldung über unser Anmeldungsformular. Für Fragen steht der NABU Brandenburg gerne zur Verfügung (per E-Mail: natura2000@nabu-bb.de oder per Telefon: 03342 – 4225727).

Wir freuen uns auf Deine Teilnahme!


Natura 2000

Natura 2000 ist das weltweit größte Netz aus Schutzgebieten und es besteht aus Vogelschutzgebieten und FFH-Gebieten. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind, d. h. sie schützen Tiere (Fauna), Pflanzen (Flora) und Lebensräume (Habitat). Durch einheitliche Standards schützt Natura 2000 natürliche Lebensräume und wildlebende Arten europaweit. Natura 2000 in Brandenburg macht rund 26 Prozent der Landesfläche aus und besteht aus 27 Vogelschutzgebieten und fast 600 FFH-Gebieten.

Feldsölle im FFH-Gebiet „Pinnow“

Das europäische Schutzgebiet „Pinnow“ besteht aus zwei Teilflächen und liegt nordöstlich und südwestlich von Pinnow bei Angermünde. Die Äcker im Gebiet sind wenig durch Gehölze strukturiert, aber häufig mit Kleingewässern und Feldsöllen durchsetzt. Als „Augen der Landschaft“ prägen die Feldsölle das Gebiet. Sölle sind durch das Vernässen von eiszeitlichen Toteislöchern entstanden. Diese Stillgewässer sind in die Grundmoränenfläche bzw. die Nutzfläche eingebettet. Sie sind unterschiedlich groß und z. T. durch Gräben miteinander verbunden. Meist besitzen Feldsölle keinen oberflächlichen Zu- und Abfluss, ihre Wasserführung variiert stark. In diesen besonnten Gewässern leben Rotbauchunken, sie bevorzugen die Überschwemmungsbereiche der Kleingewässer. Das FFH-Gebiet „Pinnow“ ist mit seinen Feldsöllen ein wertvoller Lebensraum für Amphibienarten wie Rotbauchunke und Kammmolch.


Veranstaltungsinformationen

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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: