Pflegeeinsatz im Leitsakgraben

Gemeinsam mit dem NABU Osthavelland führen wir am 07. März 2026 einen Pflegeeinsatz im FFH-Gebiet „Leitsakgraben“ durch. Ziel ist die Pflege artenreicher Magerrasenflächen und der Erhalt wertvoller Lebensräume für seltene Pflanzen wie die Herbstzeitlose. Sei dabei und starte mit einer guten Tat in den März – jede helfende Hand zählt!
NABU-Aktive entfernen Äste, um die Magere Flachland-Mähwiese im FFH-Gebiet „Leitsakgraben“ für die Mahd vorzubereiten - Foto: Laura Klein
NABU-Aktive entfernen Äste, um die magere Flachland-Mähwiese im FFH-Gebiet „Leitsakgraben“ für die Mahd vorzubereiten – Foto: Laura Klein

Am 07. März geht es in die nächste Runde: Der NABU Osthavelland und der NABU Brandenburg laden zur gemeinsamen Biotoppflege ins FFH-Gebiet „Leitsakgraben“ ein. Um der seltenen Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) weiterhin beste Wachstumsbedingungen zu bieten, mähen wir gemeinsam den Magerrasen und tragen das Mahdgut ab. Wir freuen uns über Deine Hilfe.

Pflegeaktion im FFH-Gebiet „Leitsakgraben“
Samstag, 07. März 2026, 10:00 bis 14:00 Uhr

Treffpunkt: Imbiss am Weinberg (Graf-Arco-Straße 144, 14641 Nauen, siehe Karte unten)


Naturschutz-Aktive bei einem Pflegeeinsatz mit Mahd auf einer Mageren Flachland-Mähwiese im FFH-Gebiet „Leitsakgraben“ – Foto: Laura Klein
Naturschutz-Aktive beim Pflegeeinsatz auf der Mageren Flachland-Mähwiese im FFH-Gebiet „Leitsakgraben“ – Foto: Laura Klein

Informationen zum Ablauf des Pflegeeinsatzes

Unser Einsatz beginnt um 10:00 Uhr mit dem Treffen vor dem Imbiss am Weinberg. Anschließend werden wir gemeinsam mit dem NABU Osthavelland durch die Mahd der Gräser für mehr Licht sorgen, damit die Herbstzeitlose weiterhin ungestört wachsen kann. Nach der Mahd wird das Schnittgut zusammengetragen und für den Abtransport vorbereitet, damit keine zusätzlichen Nährstoffe in die Fläche gelangen.

Anmeldung

Wir bitten alle Interessierten um Anmeldung über unser Anmeldungsformular. Für Fragen steht der NABU Osthavelland (per E-Mail: info@nabu-osthavelland.de oder per Telefon +49 1514 3314574) und der NABU Brandenburg gerne zur Verfügung (per E-Mail: natura2000@nabu-bb.de oder per Telefon: +49 1514 3314581).

Wir freuen uns über Deine Unterstützung und viele helfende Hände!


Anreise und Treffpunkt

Wir treffen uns am Samstag, 07. März 2026 um 10:00 Uhr vor dem Imbiss am Weinberg (Graf-Arco-Straße 144,14641 Nauen). Vom Bahnhof Nauen erreichst Du den Treffpunkt in ca. 10 Minuten mit dem Fahrrad (2,5 km). Alternativ kann vom Bahnhof aus der Bus 659 um 9:28 Uhr in Richtung „Paaren im Glien, MAFZ” bis „Weinberg, Nauen” genommen werden (Ankunft: 9:31 Uhr). Parkmöglichkeiten befinden sich ebenfalls direkt am Treffpunkt.

Natura 2000

Natura 2000 ist das weltweit größte Netz aus Schutzgebieten und es besteht aus Vogelschutzgebieten und FFH-Gebieten. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind, d. h. sie schützen Tiere (Fauna), Pflanzen (Flora) und Lebensräume (Habitat). Durch einheitliche Standards schützt Natura 2000 natürliche Lebensräume und wildlebende Arten europaweit. Natura 2000 in Brandenburg macht rund 26 Prozent der Landesfläche aus.


FFH-Gebiet „Leitsakgraben“

Das nach dem Gewässer „Leitsakgraben“ benannte FFH-Gebiet liegt in der Nähe von Nauen und ist Teil des Havelländischen Luch. Gekennzeichnet durch reich strukturierte Laubmischwälder und Feuchtgrünlandflächen bietet der „Leitsakgraben“ zahlreichen europarechtlich geschützten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, welche in umliegenden intensiv bewirtschafteten Kulturlandschaften keine Rückzugsorte finden.

Die im Gebiet vorkommenden Magere Flachland-Mähwiesen (LRT: 6510) stammen aus langjähriger kleinbäuerlicher Nutzung. So wurden den Standorten durch extensive Mahd Nährstoffe entzogen und es konnten sich neben den dominanteren Grasarten viele Blütenpflanzen etablieren.

Generell ist dieser Lebensraumtyp in Deutschland aufgrund von Überdüngung und häufiger Mahd leider selten geworden und deshalb europarechtlich nach der FFH-Richtlinie geschützt. Gemeinsam mit Naturschutz-Aktiven sichert der NABU Osthavelland das Bestehen dieses Lebensraums durch geeignete Maßnahmen. So können wir gefährdete Arten, wie zum Beispiel die Herbstzeitlose schützen und bewahren.


Bei Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale L.) ist es anders als bei anderen Blütenpflanzen: im Herbst treiben die Blüten, im Frühling erscheinen die grünen Blätter und Früchte. - Foto: Lars Röhling
Bei Herbszeitlosen (Colchicum autumnale L.) ist es anders als bei anderen Blütenpflanzen: im Herbst treiben die Blüten, im Frühling erscheinen die grünen Blätter und Früchte. – Foto: Lars Röhling
Die Herbstzeitlose

Sonnig bis halbschattig, warm und windgeschützt – der Rand einer Waldlichtung ist ein besonders gemütlicher Ort. Auch die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) fühlt sich dort ausgesprochen wohl. Die Fläche, die beim Pflegeeinsatz gemäht werden soll, beherbergt ein großes Vorkommen an Herbstzeitlosen. Im Gegensatz zu anderen Blütenpflanzen tanzt die Herbstzeitlose ein wenig aus der Reihe. Ihre Blüten treiben im Herbst aus und im Frühling werden grüne Blätter und Früchte gebildet. Die lila, rosa oder weißlich gefärbten Blüten ähneln den der Krokusse und die Blätter können mit dem Bärlauch verwechselt werden. Hier ist Vorsicht geboten, denn Herbstzeitlose sind für den Menschen stark giftig! Dem Eulenfalter, einer nachtaktiven Schmetterlingsart, hingegen dient ihr Nektar als Nahrungsquelle.

Feuchtwiesen, Auenwälder und deren Ränder bevorzugen die Herbstzeitlosen. Solche Biotopflächen kommen in Brandenburg immer weniger vor und auch die Vorkommen der Herbstzeitlosen gehen zurück. Laut der Roten Liste Brandenburgs ist die Herbstzeitlose in Brandenburg vom Aussterben bedroht und damit sehr schützenswert.


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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV).

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