Stadtnatur und urbanes Grün
Auch in der Stadt gibt es so Einiges an Wildwuchs zu entdecken: Straßengrün, Gehweg-Beete, Verkehrsinseln, Uferstreifen und wilde Ecken in Grünanlagen oder Parks - sie alle wirken als ökologische „Trittsteine“ in der Landschaft. Auch Hofgrün, Fassaden- sowie Dachbegrünungen sind für etliche Pflanzenarten Rückzugsräume. Die zahlreichen Formen des Stadtgrüns bietet Insekten, Vögeln und Kleinsäugern Futterquellen sowie Brut- und Niststätten.
Ackerbrachen in der Landschaft
Eine selbstbegrünte Ackerbrache entsteht, sobald nach der Ernte keine Ackerkultur neu eingesät wird. Dann können Wildkräuter wachsen, deren Samen ganz natürlich im Boden liegen und damit typisch für den Standort sind. Diese Brachflächen, auch Stilllegungsflächen genannt, bieten in einer ausgeräumten Kulturlandschaft vielen Insekten und anderen Tieren ein geeignetes Nahrungsangebot.
Der naturnahe Garten
In einem naturnahen Garten findet man allerhand wilde Ecken. Je vielfältiger der Garten gestaltet ist, desto besser. In einigen gibt es wilde Wiesen, deren Blumen nichts mit den hochgezüchteten Gartenpflanzen gemein haben, denn sie bieten Pollen und Nektar für unsere Bienen. Kleine Refugien, wie beispielsweise Lehmwände oder Pflanzenstängel, stellen wertvolle Biotope dar.
Hecken in der Landschaft
Wegen ihrer vielfältigen Funktionen zählen Feldhecken zu den wichtigsten Bestandteilen unserer Kulturlandschaft. Besonders wertvoll sind wildwachsende Hecken, die durch ihren mehrschichtigen Aufbau und zahlreichen Pflanzenarten eine hohe Artenvielfalt sichern. Hecken ermöglichen die Vernetzung von Biotopen in ausgeräumten Kulturlandschaften.
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Die Sieger*innen stehen fest!

Im Frühling und Sommer 2020 machten sich über 90 Brandenburger*innen auf den Weg, um natürliche Schönheiten am Wegesrand und in der Landschaft in den Kamera-Fokus zu nehmen.

Die Jury hat nun die besten Fotografien ausgewählt. Als Juroren tätig waren Ernst Paul Dörfler, Ökologe und Buchautor, Klemens Karkow, Landschaftsökologe und Fundraising-Referent beim NABU Bundesverband, sowie Simon Tauchelt, Vorstand der NAJU Brandenburg. Alle Juroren sind auch persönlich als Fotografen unterwegs.

Die große Vielfalt der Einsendungen hat die vielen Facetten des Themas Wildwuchs präsentiert. Jede*Jedem, die*der sich Gedanken zum Motiv, der Komposition und der Technik gemacht hat, soll dieser Stelle nochmal ein Lob und Anerkennung für ihr*sein Ergebnis ausgesprochen bekommen. Die 30 schönsten Motive werden im Haus der Natur in Potsdam ausgestellt und können dort ab Januar 2021 die Besucher*innen des Hauses begeistern.

Die Autoren der drei Sieger-Fotos erhalten Geschenk-Gutscheine vom BUND, NABU und NAJU Brandenburg sowie alle Teilnehmer*innen ein kleines Präsent.

Der Fotowettbewerb knüpft an die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ an und umrahmt die Bemühungen, auf den Schutz der Artenvielfalt vor unserer Haustür und in der Landschaft aufmerksam zu machen.

Die Top 3

Weitere Gewinnerfotos

Darum brauchen wir Wildwuchs

Oft ist in diesen Tagen vom Insektensterben die Rede. Und viele Menschen wollen etwas dagegen tun. Gärten und Balkons werden bienenfreundlich bepflanzt, Insektenhotels aufgestellt und Landwirte legen Blühstreifen an. Dagegen ist auch nichts einzuwenden wenn es richtig gemacht ist. Oftmals braucht es gar keine großen Aktionen und teures Saatgut, um Wildbiene, Schmetterling und Heupferd unter die zarten Flügel zu greifen.

Lass wachsen!” möchte man den Hausbesitzern, Kommunalverwaltungen, Straßenmeistereien und Landwirten zurufen. Denn es muss nicht jede Grünfläche alle 14 Tage gemäht, nicht jeder Winkel geputzt werden. Dort, wo sich unsere heimischen Wildpflanzen ansiedeln und dann vielleicht auch noch blühen dürfen, kehren auch die Insekten zurück.

 

Wildwuchs ist nicht Schlamperei oder Anarchie, sondern (Über-)Lebenshilfe für unsere heimische Flora und Fauna!

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