Stadtnatur und urbanes Grün
Auch in der Stadt gibt es so Einiges an Wildwuchs zu entdecken: Straßengrün, Gehweg-Beete, Verkehrsinseln, Uferstreifen und wilde Ecken in Grünanlagen oder Parks - sie alle wirken als ökologische „Trittsteine“ in der Landschaft. Auch Hofgrün, Fassaden- sowie Dachbegrünungen sind für etliche Pflanzenarten Rückzugsräume. Die zahlreichen Formen des Stadtgrüns bietet Insekten, Vögeln und Kleinsäugern Futterquellen sowie Brut- und Niststätten.
Ackerbrachen in der Landschaft
Eine selbstbegrünte Ackerbrache entsteht, sobald nach der Ernte keine Ackerkultur neu eingesät wird. Dann können Wildkräuter wachsen, deren Samen ganz natürlich im Boden liegen und damit typisch für den Standort sind. Diese Brachflächen, auch Stilllegungsflächen genannt, bieten in einer ausgeräumten Kulturlandschaft vielen Insekten und anderen Tieren ein geeignetes Nahrungsangebot.
Der naturnahe Garten
In einem naturnahen Garten findet man allerhand wilde Ecken. Je vielfältiger der Garten gestaltet ist, desto besser. In einigen gibt es wilde Wiesen, deren Blumen nichts mit den hochgezüchteten Gartenpflanzen gemein haben, denn sie bieten Pollen und Nektar für unsere Bienen. Kleine Refugien, wie beispielsweise Lehmwände oder Pflanzenstängel, stellen wertvolle Biotope dar.
Hecken in der Landschaft
Wegen ihrer vielfältigen Funktionen zählen Feldhecken zu den wichtigsten Bestandteilen unserer Kulturlandschaft. Besonders wertvoll sind wildwachsende Hecken, die durch ihren mehrschichtigen Aufbau und zahlreichen Pflanzenarten eine hohe Artenvielfalt sichern. Hecken ermöglichen die Vernetzung von Biotopen in ausgeräumten Kulturlandschaften.
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Wildwuchs im Fokus: Fotowettbewerb der Volksinitiative „Artenvielfalt retten“

Ab sofort sollte man bei seinen Spaziergängen oder Wanderungen durch Berlin und Brandenburg den Fotoapparat nicht vergessen: Die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ ruft über die Frühlings- und Sommermonate dazu auf, natürliche Schönheiten am Wegesrand in den Fokus zu nehmen. Fotografiert werden sollen für diesen Wettbewerb wilde Ecken, die sonst leicht übersehen werden, die aber gerade unseren heimischen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten.
Solche Flächen, die wildwachsende Pflanzen hervorbringen, stellen wichtige Bestandteile einer natürlichen vielfältigen Landschaft dar. Und auch in einer naturverträglichen Landwirtschaft bilden Brachflächen ein wesentliches Element. Wo man Natur noch Natur sein lässt, ist die Artenvielfalt besonders hoch.

Danke an die vielen Teilnehme*innen. Wir werden nun die eingereichten Fotos den Juror*innen zur Verfügung stellen. Wir geben bald die Daten für die Preisverleihung und die Ausstellung bekannt!


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Hier können Sie uns eine kurze Mitteilung zu Ihren Bildmotiven machen und ggf. den/die Namen der Pflanzen benennen.
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Wo gibt es noch die blühenden Wegränder oder Ackerbrachen, die der Pflug des Landwirtes verschont hat? Wo finden sich im urbanen Raum, in Parks oder in Gärten noch wilde Ecken, die des Gärtners Hand noch nicht erreichte? Wo dürfen noch wildwachsende Hecken gedeihen?
Gehen Sie auf die Suche und halten Sie die natürliche Schönheit unserer Wildpflanzen, ihrer Gemeinschaften und gern auch deren Besucher im Bild fest.
  • Die Teilnahme ist kostenlos. Es sind nur Motive aus der Region Berlin und Brandenburg zugelassen.
  • Die Teilnahme ist ausschließlich online auf dieser Seite möglich.
  • Je Teilnehmer dürfen 2 Fotos eingereicht werden. Die Fotos sind nur im *.jpg-Format und mit einer hohen Qualität auf der Wettbewerbsseite hochzuladen. Der Bildtitel muss im Dateinamen ersichtlich sein.
  • Die Bewertung der eingereichten Bilder erfolgt durch eine Jury. Deren Entscheidungen sind unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Aus allen Einsendungen wird die Jury in einer ersten Runde 120 Fotos für die finale Jurierung auswählen. Über das Ergebnis der ersten Jurierung werden alle Einsender per E-Mail informiert. Die Dateien müssen für eine finale Druckgröße von 40×60 cm geeignet sein (lange Seite mind. 3500 Pixel) und sollten nicht zu stark mit Bildbearbeitungssoftware bearbeitet worden sein.
  • In einer finalen Jurierung werden dann die besten 30 Bilder ausgewählt. Diese werden im Herbst 2020 im Haus der Natur in einer Ausstellung präsentiert, die Bildautoren erhalten ein kleines Präsent. Die drei besten Fotos werden prämiert. Weitere Präsentationen sind vorgesehen.
  • Die Teilnehmer müssen alle Rechte an den eingereichten Arbeiten besitzen. Einer Veröffentlichung dürfen andere Rechte, insbesondere die Dritter oder eventuell abgebildeter Personen nicht entgegenstehen. Die Verantwortung für das Einholen ggf. erforderlicher Genehmigungen liegt bei den Teilnehmern. Die Bildautoren erlauben der Volksinitiative Artenvielfalt retten, die Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit uneingeschränkt kostenlos zu nutzen. Mit ihrer Einsendung erkennen die Wettbewerbsteilnehmer diese Bedingungen an.
  • Einsendeschluss für die Vorschaubilder ist der 31. August 2020.
  • Eine angemessene Zeit nach Beendigung des Wettbewerbs werden mit Ausnahme der prämierten bzw. ausgestellten Fotos alle Bild- und persönlichen Daten der Einsender gelöscht.

Darum brauchen wir Wildwuchs

Oft ist in diesen Tagen vom Insektensterben die Rede. Und viele Menschen wollen etwas dagegen tun. Gärten und Balkons werden bienenfreundlich bepflanzt, Insektenhotels aufgestellt und Landwirte legen Blühstreifen an. Dagegen ist auch nichts einzuwenden wenn es richtig gemacht ist. Oftmals braucht es gar keine großen Aktionen und teures Saatgut, um Wildbiene, Schmetterling und Heupferd unter die zarten Flügel zu greifen.

Lass wachsen!” möchte man den Hausbesitzern, Kommunalverwaltungen, Straßenmeistereien und Landwirten zurufen. Denn es muss nicht jede Grünfläche alle 14 Tage gemäht, nicht jeder Winkel geputzt werden. Dort, wo sich unsere heimischen Wildpflanzen ansiedeln und dann vielleicht auch noch blühen dürfen, kehren auch die Insekten zurück.

 

Wildwuchs ist nicht Schlamperei oder Anarchie, sondern (Über-)Lebenshilfe für unsere heimische Flora und Fauna!

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