Debatten-Workshop: Biber und Wolf

Beim Debatten-Workshop tauchten Sie in die Thematik von Wolf und Biber ein! Am 6. November 2023 debattierten wir von 18 bis 21 Uhr in Frankfurt (Oder). Gemeinsam stärkten wir unsere Argumentationsfähigkeiten für den Naturschutz in Brandenburg.
Biber an der Havel – Foto: Klemens Karkow
Biber an der Havel – Foto: Klemens Karkow

Biber und Wolf zählen zu den durch das Bundesnaturschutzrecht und die FFH-Richtlinie streng geschützten Arten. Naturschutz-Aktive für die beiden Arten geraten oft in kontroverse Diskussionen mit Gruppen, die wirtschaftliche Einbußen durch diese Tiere erleben. Aber auch innerhalb des Naturschutzes lösen Aktivitäten von Biber und Wolf Zielkonflikte aus. Wie können wir ein Management schaffen, das sowohl die Natur und diese Tiere schützt, als auch die Bedürfnisse von Landwirt*innen, Fischer*innen und Jäger*innen berücksichtigt? Welche Präventionsstrategien sind notwendig? Welche Fördermittel stehen zur Verfügung? Welche Herdenschutzmaßnahmen haben sich bewährt? Und wie können Vorschriften realitätsnah und mit minimalem bürokratischem Aufwand umgesetzt werden?

Solche dringenden Fragestellungen rücken in Brandenburg immer mehr in den Vordergrund und beeinflussen die Arbeit von Naturschutz-Aktiven innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten. Tiefgreifende Diskussionen und überzeugende Argumente sind essentiell, um Menschen von Schutzmaßnahmen für diese FFH-Arten zu überzeugen. In unserem Debatten-Workshop möchten wir gemeinsam ergründen, wie ein produktiver Dialog gestaltet werden kann. Unser Ziel ist es, Sie darin zu unterstützen, Diskussionen effektiv zu führen und neue Herangehensweisen zu erproben.

Schlagfertig argumentieren und konstruktiv Gespräche führen!

Für den erfolgreichen Schutz von Brandenburgs FFH-Gebieten möchten wir mit Ihnen den Dialog über geschützte FFH-Arten vertiefen. In unserem Debatten-Workshop wollen wir gemeinsam Ihre und unsere Argumentations- und Kommunikationsfähigkeiten stärken. Es geht darum, den Umgang mit schwierigen Situationen und herausfordernden Diskussionspartnern zu trainieren sowie eine klare Botschaft zu bestimmten Themen zu entwickeln. Zudem werden wir Strategien erarbeiten, wie man am besten mit Gegenargumenten und Widerständen umgeht. Der Workshop begann mit einer Einführung in das Hauptthema, danach beschäftigten wir uns gemeinsam mit passenden Argumenten und stiegen in eine Debatte ein.

Der NABU Brandenburg und der NABU Regionalverband Frankfurt (Oder) lud alle ganz herzlich zur Veranstaltung ein!

Debatten-Workshop „Artenschutz: Biber und Wolf“
am Montag, 6. November 2023, von 18 bis ca. 21:30 Uhr
Lindenstraße 7, 15230 Frankfurt (Oder), Raum 7.2.08 (im 1. Stock)

Wolf – Foto: Kathleen Gerber
Wolf – Foto: Kathleen Gerber

Beim Workshop diskutierten wir, wie ein effektives Management und Monitoring von FFH-Arten dazu beitragen kann, das weltweit größte Schutzgebietsnetz „Natura 2000“, bestehend aus Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH-Gebieten), in optimalem Zustand zu bewahren. Vor allem im Bereich des Artenschutzes und der Weiterentwicklung von Natura 2000-Gebieten gibt es zahlreiche Interessensgruppen. Es ist von zentraler Bedeutung, hier mit Fingerspitzengefühl und Diplomatie vorzugehen, um den größtmöglichen Nutzen für die Natur in den EU-weit geschützten Gebieten zu gewährleisten.

NABU-Aktive debattieren miteinander - Foto: Lars Röhling
NABU-Aktive debattieren miteinander – Foto: Lars Röhling

Natura 2000

Natura 2000 ist das weltweit größte Netz aus Schutzgebieten und es besteht aus Vogelschutzgebieten und FFH-Gebieten. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind, d. h. sie schützen Tiere (Fauna), Pflanzen (Flora) und Lebensräume (Habitat). Durch einheitliche Standards schützt Natura 2000 natürliche Lebensräume und wildlebende Arten europaweit. Die vermehrte Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen in FFH-Gebieten kann helfen, Lebensräume und Arten in FFH-Gebieten zu schützen und zu erhalten. Natura 2000 in Brandenburg macht rund 26 Prozent der Landesfläche aus.

Biber an der Havel – Foto: NABU / Marco Sommerfeld
Biber an der Havel – Foto: NABU / Marco Sommerfeld

Ablauf des Debatten-Workshops
  • 18 Uhr: Einführung in Argumentation und Debatte, Mathias Hamann, Institut für Kommunikation und Gesellschaft
  • 1. Debatte: pro vs. contra: Schutz des Wolfs (Canis lupus)
  • Einführung in tiefgehender Argumentationstechniken, Mathias Hamann, Institut für Kommunikation und Gesellschaft
  • 2. Debatte: pro vs. contra: Schutz des Europäischen Bibers (Castor fiber)
  • 21:30 Uhr: Ende der Veranstaltung

Mathias Hamann vom Institut für Kommunikation und Gesellschaft führte uns im Workshop in die Techniken von Argumentation und Debatte ein. Er ist langjähriger Trainer mit den Schwerpunkten Kommunikation, Rhetorik, Potentialentwicklung und politischer Bildung. Er gab Workshops, Trainings und Seminare u. a. für die New York University, das Staatstheater Stuttgart oder die Mercedes Benz Bank. Er wurde zu Expertenanhörungen unter anderem in den Bundestag, zur EU-Kommission nach Brüssel oder in die USA eingeladen.

Trainer Mathias Hamann vom Institut für Kommunikation und Gesellschaft führt in Argumentationstechniken ein - Foto: Lars Röhling
Trainer Mathias Hamann vom Institut für Kommunikation und Gesellschaft führt in Argumentationstechniken ein – Foto: Lars Röhling

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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: