Aktionstag im FFH-Gebiet „Wiesengrund“

Den goldenen Herbst genießen und gleichzeitig aktiv werden für Artenvielfalt? Das geht! Unterstütze am Samstag, den 11. November 2023, den NABU Neuenhagen beim Großen Herbst-Arbeitseinsatz. Wir werden Flächen mähen, das Heu wegräumen und invasive Pflanzenarten entfernen. Ab 12 Uhr laden wir Dich als Dank zu einem Imbiss ein – für Verpflegung und Getränke ist gesorgt. Deine Hilfe ist ein direkter Beitrag für den Naturschutz in Brandenburg. Wir freuen uns auf Dich!
Bei der Schutzgebietspflege FFH-Gebiet „Wiesengrund” unterstützen die Ehrenamtlichen z.B. bei der Mahd. – Foto: Juliette Ferrere

Das FFH-Gebiet „Wiesengrund“ ist Heimat für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Zum Erhalt und zur Pflege laden der NABU Neuenhagen und der NABU Brandenburg alle herzlich zum Großen Herbst-Arbeitseinsatz ein:

Aktionstag im FFH-Gebiet „Wiesengrund“
Samstag, 11. November 2023, von 9 bis 13 Uhr
Treffpunkt: Regenrückhaltebecken (Ecke Am Wall/Zum Mühlenfließ,
15366 Neuenhagen bei Berlin, siehe Karte unten)


Ehrenamtliche entfernen Gehölze sowie invasive Pflanzen im FFH-Gebiet „Wiesengrund“ – Foto: Juliette Ferrere
Ehrenamtliche entfernen Gehölze sowie invasive Pflanzen im FFH-Gebiet „Wiesengrund“ – Foto: Juliette Ferrere

Informationen zum Ablauf des Aktionstags

Mit bunten Blättern und sinkenden Temperaturen macht sich der Herbst immer mehr bemerkbar – höchste Zeit für den großen Herbst-Arbeitseinsatz des NABU Neuenhagen! Sei dabei, wenn wir am Samstag, den 11. November 2023, das FFH-Gebiet „Wiesengrund” pflegen und dabei helfen, den Lebensraum für bedrohte Arten wie den Großen Feuerfalter und den Neuntöter zu erhalten und für einige Wiesenbrüter, wie z. B. Bekassine, zu entwickeln. Neben einer Mahd und dem Abräumen des Mahdguts werden auch gebietsfremde Gehölze entfernt. Bitte denke an das Wetter angepasste Kleidung und festes Schuhwerk. Wenn vorhanden, bringe gern auch Handschuhe, Spaten und Harke mit. Um 12 Uhr erwartet Dich ein schmackhafter Imbiss und Getränke zum Aufwärmen.

Anmeldung

Wir bitten alle Interessierten um Anmeldung über unser Anmeldungsformular. Für Fragen stehen der NABU Neuenhagen (per E-Mail: hartmut.kretschmer@gmx.de oder per Telefon: 0151 17836752) und der NABU Brandenburg (per E-Mail: natura2000@nabu-bb.de oder per Telefon: 0151 433 145 92) gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns über Deine Unterstützung und viele helfende Hände!


Anreise

Wir treffen uns am Samstag, 11. November 2023, um 9 Uhr am Regenrückhaltebecken vor dem großen Hinweisschild am Rand des Schutzgebiets „Wiesengrund“ (Ecke Am Wall/Zum Mühlenfließ, 15366 Neuenhagen bei Berlin, siehe Karte unten). Von dort aus gehen wir gemeinsam ins Schutzgebiet. Vom Bahnhof „Neuenhagen bei Berlin“ ist der Treffpunkt in ca. 7 min mit dem Rad oder ca. 4 min mit dem Auto zu erreichen (ca. 1,7 km).

Fahrplanauskünfte findest Du auf der Website des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg www.vbb.de

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Natura 2000

Natura 2000 ist das weltweit größte Netz aus Schutzgebieten und es besteht aus Vogelschutzgebieten und FFH-Gebieten. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind, d. h. sie schützen Tiere (Fauna), Pflanzen (Flora) und Lebensräume (Habitat). Durch einheitliche Standards schützt Natura 2000 natürliche Lebensräume und wildlebende Arten europaweit. Natura 2000 in Brandenburg macht rund 26 Prozent der Landesfläche aus.


Das FFH-Gebiet „Wiesengrund“

Das Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet „Wiesengrund“ liegt am Rand des Gewerbegebiets von Neuenhagen bei Berlin. Das reich strukturierte FFH-Gebiet „Wiesengrund“ befindet sich fast ausschließlich im Naturschutzgebiet „Wiesengrund“. Es folgt dem Verlauf des Neuenhagener Mühlenfließ („Erpe“) und befindet sich zwischen Neuenhagen bei Berlin und Altlandsberg. Die, an die Erpe angrenzenden, Niederungsbiotope sind vor allem durch bachbegleitende Erlen, Hochstaudenfluren, Seggenrieder und feuchtes und frisches Grünland bestimmt. Den größten Teil der Lebensraumtypen machen Frischwiesen aus, die im direkten Kontakt zu Feuchtwiesen stehen. Es kommen als FFH-Lebensraumtypen z. B. Magere Flachland-Mähwiesen (EU-Code: 6510) und Feuchte Hochstauendenfluren (EU-Code: 6430) vor. Aber auch Auenwälder mit Erle und Esche und Eichenwälder sind im Gebiet zu finden. Das Neuenhagener Mühlenfließ selbst gehört zum FFH-Lebensraumtyp „Fließgewässer mit flutender Wasservegetation“ (EU-Code: 3260). Das Schutzgebiet „Wiesengrund“ ist ein zu Hause für beispielsweise den Großen Feuerfalter, den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling, aber auch für den Fischotter, den Großen Abendsegler, die Rotbauchunke und die Zauneidechse.


Gemeinsam mit benachbarten Schutzgebieten besteht ein wichtiger Teil des Biotopverbunds zwischen dem Berlin-Fürstenwalder Spreetal, dem Nieder- und Oberbarnim, dem Nieder-Oderbruch und dem Finowtal. Insgesamt kommen 17 nach FFH-Richtlinien geschützte Tier- und Pflanzenarten im Gebiet vor. Besonders erwähnenswert sind Populationen des Großen Feuerfalter und des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Der NABU Neuenhagen betreut das FFH-Gebiet „Wiesengrund“ seit Jahrzehnten und führt regelmäßig Maßnahmen durch, um die wertvollen Lebensräume und Arten im Gebiet zu erhalten.

Das Männchen des Großen Feuerfalter ist durch kräftig orangerote Farben gekennzeichnet - Foto: Ina Albrecht
Das Männchen des Großen Feuerfalter ist durch kräftig orangerote Farben gekennzeichnet – Foto: Ina Albrecht

Der Große Feuerfalter

Der Große Feuerfalter (Lycaena dispar) gehört zu der Schmetterlingsfamilie der Bläulinge. Sie sind meist durch kräftige orangerote Farben gekennzeichnet, die beim Männchen des Großen Feuerfalters besonders ausgeprägt sind. Der Großen Feuerfalter lebt zum einen in Feuchtwiesen mit verschiedenen Ampfer-Arten. In diesen blütenreichen Wiesen legen die Schmetterlinge ihre Eier ab und die Raupen entwickeln sich. Zum anderen leben die Falter auf blütenreichen Wiesen und Brachen, wo sie Nektar saugen und Rendezvousplätze vorfinden.


In Brandenburg ist der Große Feuerfalter stark gefährdet. Hier spielt vorrangig der Verlust an geeigneten Lebensräumen für die Raupen eine Rolle. Außerdem verringert sich durch intensive Mahd und Beweidung die Anzahl geeigneter Nektarpflanzen. Daher ist die Art nach dem Bundesnaturschutzgesetz und nach der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Anhang II und IV) geschützt. Die Maßnahmen, die der NABU Neuenhagen seit Jahrzehnten durchführt helfen dabei, den Großen Feuerfalter und seinen Lebensraum zu erhalten.


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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: