Exkur­si­on im FFH-Gebiet „Hei­de­hof-Golm­berg“

Der NABU Luckenwalde/Jüterbog und die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg nahmen uns am 18. September 2017 mit auf eine Exkursion ins Schutzgebiet „Heidehof-Golmberg“. Es ging dabei um die Heideflächen und den Ausbau der Windenergieanlagen im Schutzgebiet.
Teilnehmende der Exkursion im FFH-Gebiet „Heidehof-Golmberg“ diskutieren über den Grad der Verbuschung der Heide im Schutzgebiet – Foto: NABU/Manuela Brecht
Teil­neh­men­de der Exkur­si­on im FFH-Gebiet „Hei­de­hof-Golm­berg“ dis­ku­tie­ren über den Grad der Ver­bu­schung der Hei­de im Schutz­ge­biet – Foto: NABU/​Manuela Brecht

Natu­ra 2000

Natu­ra 2000 ist das welt­weit größ­te Netz aus Schutz­ge­bie­ten. Es besteht aus Vogel­schutz­ge­bie­ten und FFH-Gebie­ten. FFH-Gebie­te sind euro­päi­sche Schutz­ge­bie­te, die nach der Fau­na-Flo­ra-Habi­tat-Richt­li­nie geschützt sind, d. h. sie schüt­zen Tie­re (Fau­na), Pflan­zen (Flo­ra) und Lebens­räu­me (Habi­tat). Durch ein­heit­li­che Stan­dards schützt Natu­ra 2000 natür­li­che Lebens­räu­me wild­le­ben­der Arten europaweit.

Der NABU Luckenwalde/​Jüterbog und die Stif­tung Natur­land­schaf­ten Bran­den­burg luden zur Ver­an­stal­tung ein:

Exkur­si­on im FFH-Gebiet „Hei­de­hof-Golm­berg“
Sams­tag, 18. Janu­ar 2020, ab 10 Uhr


Natur­schutz­ge­biet und FFH-Gebiet „Hei­de­hof-Golm­berg“

Im Süd­os­ten des Land­krei­ses Tel­tow-Flä­ming zwi­schen den Orten Baruth im Osten und Lucken­wal­de bzw. Jüter­bog im Wes­ten liegt einer der größ­ten Bin­nen­dü­nen­räu­me Deutsch­lands. Die dort vor­kom­men­den Hei­den und Sand­tro­cken­ra­sen sind von lan­des­wei­ter Bedeu­tung. Das über 8000 Hekt­ar gro­ße Gebiet ist als Natur­schutz­ge­biet „Hei­de­hof-Gom­berg“ und als FFH-Gebiet „Hei­de­hof-Golm­berg“ geschützt. Das Mosa­ik aus Wald und Offen­land besteht aus Tro­cken­ra­sen und Hei­den, aber auch Hain­sim­sen-Buchen­wald, Eichen- sowie Kie­fern-Flech­ten­wäl­der. Das Schutz­ge­biet dient der Erhal­tung und Ent­wick­lung einer groß­räu­mig unzer­schnit­te­nen Land­schaft und es ist mit sei­ner außer­ge­wöhn­li­chen Arten­viel­falt und sei­nem Natur­ent­wick­lungs­po­ten­zi­al sehr wich­tig für den über­re­gio­na­len Bio­top­ver­bund tro­cke­ner Lebens­räu­me. Fle­der­mäu­sen, wie z. B. die Mops­fle­der­maus, Rep­ti­li­en, wie z. B. die Zaun­ei­dech­se, sowie Vögel, wie z. B. der Brach­pie­per, fin­den hier einen Rück­zugs­raum.
Das FFH-Gebiet ist außer­dem ein über­re­gio­nal bedeut­sa­mes Repro­duk­ti­ons- und Über­win­te­rungs­ge­biet der fol­gen­den Fle­der­maus­ar­ten: Mops­fle­der­maus (Bar­bas­tel­la bar­bastel­lus), Bech­stein­fle­der­maus (Myo­tis bech­stei­nii), Maus­ohrs, Fran­sen­fle­der­maus (Myo­tis nat­te­re­ri), Abend­seg­ler (Nyc­ta­lus noc­tu­la) und Brau­nes Lang­ohr (Ple­co­tus auri­tus).

Exkur­si­on zu den Heideflächen

Das Schutz­ge­biet „Hei­de­hof-Golm­berg“ ist der zen­tra­le Teil des ehe­ma­li­gen Trup­pen­übungs­plat­zes Jüter­bog Ost. Ger­hard Maetz, NABU Luckenwalde/​Jüterbog, und Dr. Andre­as Meiß­ner, Stif­tung Natur­land­schaf­ten Bran­den­burg – Die Wild­nis­stif­tung, führ­ten die Teil­neh­men­den in den west­li­chen Teil des Gebiets, auf die Flä­chen der Wild­nis­stif­tung. Als Ers­tes besuch­ten die Teil­neh­men­den den Wind­park Hei­de­hof der Wild­nis­stif­tung am west­li­chen Ran­de des FFH-Gebiets. Danach wur­den Hei­de­flä­chen im FFH-Gebiet erkun­det, bei denen eine zuneh­men­de Gehölz­ent­wick­lung erkenn­bar ist. Zuletzt wur­de ein Stand­ort am süd­west­li­chen Ran­de des FFH-Gebiets besucht, auf dem zukünf­tig Wind­ener­gie­an­la­gen der Stif­tung errich­tet wer­den sollen.

Vie­len Dank an alle, die bei der Exkur­si­on dabei waren!


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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: