Im Rohatschgebiet Moorbärlapp und Sonnentau schützen!

Komm mit uns ins Rohatschgebiet bei Senftenberg. Bei unserer Pflegeaktion möchten wir eine sandige Senke von jungen Kiefern befreien, um den Erhalt von Moorbärlapp und Sonnentau im Schutzgebiet sicherzustellen. Der NABU Senftenberg freut sich über deine Unterstützung beim Arbeitseinsatz am Samstag, 9. Dezember 2023, im FFH-Gebiet "Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka".
Naturschutz-Aktive entnehmen junge Kiefern und geben somit seltenen Arten Licht zum wachsen - Foto: NABU / U. Kunick
Naturschutz-Aktive entnehmen junge Kiefern und geben somit seltenen Arten Licht zum wachsen – Foto: NABU / U. Kunick

Im Dezember steht unsere jährliche Pflegemaßnahme im FFH-Gebiet „Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“ an. Unser Ziel ist es, im Schutzgebiet Flächen von 1- bis 3-jährigen Kiefern zu befreien, um die Lebensräume für Sonnentau und Moorbärlapp zu erhalten. Diese jungen Kiefern haben sich aufgrund stetigen Anflugs stark ausgebreitet und würden ohne manuelle Entfernung mittelfristig die weniger konkurrenzstarken Arten verdrängen. Der NABU Senftenberg führt regelmäßig Arbeitseinsätze durch, um dies zu verhindern und die Naturschätze der Region zu bewahren. Sei Teil dieses Beitrags und melde Dich zur Veranstaltung an!

Der NABU Senftenberg und der NABU Brandenburg und laden alle herzlich zur Veranstaltung ein:

Pflegeaktion im Naturschutz- und FFH-Gebiet
„Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“
Samstag, 09. Dezember 2023, von 9:00 bis 13 Uhr
Treffpunkt: Schwarzbacher Str. 19, 01945 Guteborn (siehe Karte unten)

Gewöhnlicher Moorbärlapp (Lycopodiella inundata) im FFH-Gebiet „Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“ – Foto: Laura Klein
Gewöhnlicher Moorbärlapp (Lycopodiella inundata) im FFH-Gebiet „Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“ – Foto: NABU / L. Klein

Anmeldung

Wir bitten alle Interessierten um Anmeldung über unser Anmeldungsformular. Für Fragen stehen der NABU Senftenberg (per E-Mail NABU-Senftenberg@web.de oder per Telefon: 03573 – 79 8549) und der NABU Brandenburg (per E-Mail: natura2000@nabu-bb.de oder per Telefon: 01514 – 331 45 92) gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns über Deine Unterstützung und wünschen viel Spaß beim Pflegeeinsatz!

Mittlere Sonnentau (Drosera intermedia) im FFH-Gebiet „Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“ – Foto: Laura Klein
Mittlere Sonnentau (Drosera intermedia) im FFH-Gebiet „Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“ – Foto: NABU / L. Klein
Ablauf der Entbuschungsaktion und Anreise:

Der Treffpunkt ist auf dem Parkplatz der Firma Vibro Services (Schwarzbacher Str. 19, 01945 Guteborn, siehe Karte unten). Der Platz ist fußläufig von der Bushaltestelle “Guteborn, Kulturhaus” in 5 Minuten erreichbar. Von dort aus fahren wir gemeinsam auf ins Schutzgebiet. Dort liegt eine Fläche in der Nähe der Bergbaurestgewässer, auf der sich in den letzten Jahren junge Kiefern angesiedelt haben.

Bitte trage dem Wetter angepasste Kleidung und festes Schuhwerk. Falls vorhanden, freuen wir uns, wenn Du selbst Folgendes mitbringst: Arbeitshandschuhe, Spaten, Astschere, Harke, Gartenabfallsack.

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Rohatschgebiet

Blick auf eines der Restlöcher im FFH-Gebiet „Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“ - Foto: Lars Röhling
Blick auf eines der Tagebau-Restlöcher im FFH-Gebiet „Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“ – Foto: NABU / L. Röhling

Das Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet „Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka“ im Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz erstreckt sich über eine Fläche von etwa 112 Hektar. Es präsentiert eine Vielfalt strukturierter Biotopkomplexe mit naturnahen Waldgesellschaften, Teich- und Bergbaurestgewässern.

Im westlichen Teil des Schutzgebiets befinden sich der Weinbergs-, Mittel- und Angelteich sowie Restlöcher des Bergbaus. Dieser Abschnitt wird von Nadelwaldflächen und Grünland geprägt. Der östliche Bereich umfasst die Rohatschwiesen, den Weinberg und den nadelreichen Hornwald. Ein durchgängiges Grabensystem durchzieht den Raum in Ost-West-Richtung und dient der Entwässerung des Gebiets.

Das Gebiet wurde durch jahrelange Bergbautätigkeiten geprägt und verändert. Hier trifft man auf vielfältige Lebensräume wie naturnahe Waldgesellschaften, Teiche und Bergbaurestgewässer. Der Waldanteil umfasst knapp zwei Drittel der Flächen und unterliegt einem Waldumbau, um sich natürlichen Waldgesellschaften anzunähern. Ein Schwerpunkt dabei liegt auf Biotopbäumen, die sich natürlich entwickeln dürfen und einen vielfältigen Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bieten.

Etwa ein Drittel der Flächen besteht aus Sukzessions- und Wasserflächen auf ehemaligen Abbaugebieten für Glassand. Ein Teil dieses Abschnitts bleibt für den Zugang gesperrt, um der natürlichen Naturentwicklung freien Lauf zu lassen, nachdem die bergbauliche Sanierung abgeschlossen wurde.

Zu den Naturschutzzielen zählt die Erhaltung und Pflege von Quellwiesen als geschützte Landschaftsbestandteile. Der Rohatschgraben durchfließt das Gebiet und beeinflusst wesentlich den Wasserhaushalt. Maßnahmen wie die Pflege des geschützten Landschaftsbestandteils “Moorbärlapp” und die Schließung einer illegalen Ableitung aus dem Rohatschgraben wurden bereits umgesetzt, während die Anhebung der Sohle des Rohatschgrabens die Verbesserung des Wasserhaushalts im Gebiet fördert.


Natura 2000

Der Weinbergteich liegen am östlichen Rand des Schutzgebiets - Foto: Lars. Röhling
Der Weinbergteich liegen am östlichen Rand des Schutzgebiets – Foto: NABU / L. Röhling

Natura 2000 ist das weltweit größte Netz aus Schutzgebieten, es besteht aus Vogelschutzgebieten und FFH-Gebieten. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sind, d. h. sie schützen Tiere (Fauna), Pflanzen (Flora) und Lebensräume (Habitat). Durch einheitliche Standards schützt Natura 2000 natürliche Lebensräume und wildlebende Arten europaweit. Natura 2000 in Brandenburg macht rund 26 Prozent der Landesfläche aus und besteht aus 27 Vogelschutzgebieten und fast 600 FFH-Gebieten.


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Projektförderung

Dieses Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Mehr Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: